Kontrolle statt Chaos. So haben Sie die KI im Griff.

Frau sitzt im Freien auf einer Bank und betrachtet ein Smartphone in ihrer Hand

In Zeiten von KI wird Intelligenz immer erschwinglicher. Und führende Business-Akteure verlieren keine Minute, um Chatbots und KI-Agenten in ihren Unternehmen bereitzustellen.

Sie träumen von einer digitalen Mitarbeiterschaft, die in wenigen Minuten einsatzbereit ist und ihre Unternehmen mit minimalem Kosten- und Zeitaufwand automatisiert. Wird Software zur Ausführung von Schlüsselfunktionen wie Customer-Relationship-Management (CRM), HR und IT überhaupt benötigt, wenn KI dies alles viel schneller und kostengünstiger bewerkstelligen kann?

Der Gedanke leuchtet ein, birgt aber Risiken. Ohne die richtige Grundlage und Kontrolle ist Chaos das einzige Ergebnis solcher Investitionen. Der Schlüssel zu kontrollierter KI ist ein Plattformansatz.

Plattformen für Enterprise-Software versprechen schon lange, die Arbeit zu optimieren und Mitarbeiter effizienter und effektiver zu machen. Die überraschende Wahrheit über agentenbasierte KI ist, dass Enterprise-Plattformen für KI-Agenten wichtiger sind als für Menschen.

Ein leistungsstarker KI-Agent kann weit mehr leisten als jede Einzelperson, aber diese verstärkten Fähigkeiten bergen auch ein höheres Risiko. Genau hier kommen die Kontrollen ins Spiel, die Plattformen bieten: Identitätsabgleich, Berechtigungen, Workflow-Einschränkungen und Governance. Je autonomer ein KI-Agent arbeiten kann, desto stärker hängt er von der Plattform ab, die diese Autonomie im großen Maßstab absichert.

Ohne die richtige Grundlage und Kontrolle ist Chaos das einzige Ergebnis solcher Investitionen.

Die Illusion von Intelligenz

Stellen Sie sich vor, was passieren kann, wenn ein Unternehmen einem Large Language Model (LLM) ohne Leitplanken ein geschäftliches Problem überlässt.

Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter meldet, dass die Anzahl seiner Restricted Stock Units (RSUs) am Stichtag falsch angezeigt wird, kann ein LLM die Funktionsweise von RSUs erläutern, die Steuerabzugslogik beschreiben und schlüssige Richtlinienzusammenfassungen erstellen.

Es kann jedoch die eigentliche Frage nicht beantworten: Warum ist die Anzahl falsch, und kann das Problem behoben werden? Die Antwort kommt aus einem Netz, das sich über HR-, Gehaltsabrechnungs-, Aktienverwaltungs-, Steuer- und Brokerage-Systeme erstreckt und durch feldbezogene Zugriffssteuerungen und für die jeweilige Rechtsprechung geltende Compliance-Regeln gesteuert wird. Alles andere – Intelligenz ohne Kontrollen – sind nur Ratschläge, die vor allem eins sind: teuer.

Eine ähnliche Lücke ergibt sich durch die Vielzahl neuer KI-Agenten, die mit Vibe-Code erstellt werden. Diese Tools können Befehle ausführen, auf Dateien zugreifen und mit externen Systemen kommunizieren. Doch sie tun dies ohne die Governance-Infrastruktur, die für den Enterprise-Betrieb erforderlich ist. Sicherheitsforscher haben dokumentiert, dass durch KI-Agenten eine Vielzahl neuer Schwachstellen entsteht, bei denen oft sensible Daten offengelegt werden und Unternehmen ernsthafte Schäden entstehen.

Autonome Ausführung ohne Governance ist ein echter Nachteil und kein Durchbruch.

Warum der Markt die falsche Frage stellt

Die Panik an der Wall Street hinsichtlich Enterprise-Software passt genau in dieses Bild. Ein simples Argument ließ den Wert von Technologieaktien um Billionen sinken: Wenn KI Code schreiben, Aufgaben automatisieren und Agenten nach Bedarf bereitstellen kann, hat Enterprise-Software-as-a-Service wohl ausgedient.

Der Markt verwechselt jedoch das Replizieren von Funktionen mit der nötigen Eignung für Unternehmen. Ein KI-Agent kann ein Ticketformular erstellen, aber er kann nicht Jahrzehnte an Geschäftsprozessmodellierung, Sicherheitsarchitektur, Compliance und organisationaler Resilienz replizieren.

Wenn wir uns jedoch nur auf die wahrgenommene KI-Bedrohung für Enterprise-Software konzentrieren, übersehen wir das Wichtigste. Die eigentliche Krise besteht in Jahrzehnten unstrukturierter Anwendungsanhäufungen, die dazu geführt haben, dass Unternehmen heute über umfangreiche, aber im Wesentlichen voneinander getrennte Systeme verfügen. In einer unübersichtlichen Welt mit unzähligen isolierten Plattformen wird die Lage nur noch schlimmer, wenn KI-generierte Prototypen auf den Markt geworfen und Chatbots auf Biegen und Brechen in bestehende Systeme integriert werden.

Ein KI-Agent kann ein Ticketformular erstellen, aber er kann nicht Jahrzehnte an Geschäftsprozessmodellierung, Sicherheitsarchitektur, Compliance und organisationaler Resilienz replizieren.

Vom KI-Chaos zur KI-Kontrolle

Unternehmen profitieren nicht von intelligenterer KI, die in ungeeignete Architektur eingefügt wird. Sie benötigen eine einheitliche Plattform, auf der Daten, KI, Workflows und Sicherheitsfunktionen mit einem gemeinsamen Betriebsmodell, einer einheitlichen Governance und Ausführbarkeit in jeder Domäne vereint sind. Im Zeitalter der agentenbasierten KI werden jene Unternehmen erfolgreich sein, die KI dort in den Betrieb einbetten, wo die eigentliche Arbeit stattfindet – kontextbasiert, richtliniengesteuert und in der Lage, Maßnahmen zu ergreifen.

Laut dem dritten jährlichen KI-Reifeindex für Unternehmen von ServiceNow sind sich die fortschrittlichsten Unternehmen dessen bereits bewusst. Aus diesem Grund haben 56 % dieser KI-Vorreiter fragmentierte Altsysteme durch eine integrierte IT-Plattform ersetzt, verglichen mit nur 6 % anderer Unternehmen. Sie profitieren bereits von den Vorteilen schnellerer Innovation, höherer Effizienz und höherer Kapitalrendite.

Um die KI im gesamten Unternehmen unter Kontrolle zu haben, muss eine Plattform vier Dinge gleichzeitig beherrschen, und zwar:

  1. den Enterprise-Kontext in Echtzeit erkennen, d. h. nicht nur Daten in einem Warehouse, sondern auch Live-Beziehungen zwischen Personen, Assets, Services und operativem Status
  2. KI-Entscheidungen auf Basis der geschäftlichen Realität treffen, also Berechtigungen, Richtlinienbeschränkungen, historische Muster und institutionelles Wissen, damit alle Aktionen aufeinander abgestimmt und auditierbar sind
  3. autonom handeln mit Workflows, die Systeme, Lieferanten und Genehmigungsketten mit deterministischer Kontrolle umfassen
  4. jeden Schritt absichern mit Identitätsabgleichen auf Enterprise-Niveau, rollenbasiertem Zugriff, unabänderlichen Audit-Trails und Compliance-Steuerungen, die mit den Ambitionen der KI-Implementierung selbst Schritt halten.

Ein Vorteil von Dauer

Die Kosten von Frontier-KI-Modellen sind in drei Jahren stark gesunken, und die Unterschiede zwischen den Anbietern werden immer kleiner. Intelligenz mag mehr und mehr zu einer Massenware werden, aber der operative Kontext, der sich über Jahre festigt, ist wertvoller denn je.

Solche Workflows, Integrationen und Datenbeziehungen sowie das gesammelte Wissen in einem Unternehmen sind unverzichtbar, um KI skalierbar einzusetzen. Dieser Kontext macht den dauerhaften Wettbewerbsvorteil aus und ist Teil der Plattform, nicht des Modells.

Unternehmen, die dies früh erkennen, haben einen gewaltigen Vorteil. Die Unternehmen, die bei der KI-Einführung am weitesten fortgeschritten sind, haben dem Austausch fragmentierter Altsysteme durch einheitliche Plattformen als grundsätzliche Maßnahme Priorität eingeräumt. Sie kennen die Leistungsfähigkeit der KI und wissen, dass Stärke ohne Struktur Chaos statt Transformation bedeutet.

Der Austausch von Enterprise-Software durch unkontrollierte Agenten und KI-generierte Prototypen löst keine Probleme. Die Lösung besteht vielmehr in der Vereinheitlichung der operativen Struktur, damit die KI endlich ihr Versprechen erfüllen kann: nicht nur zu denken, sondern auch mit der Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit zu handeln, die Unternehmen erwarten.

Erfahren Sie, wie ServiceNow Ihnen dabei helfen kann, aus KI-Chaos KI-Kontrolle zu machen.