Drei Ansätze für weniger Betriebsausfälle
Früher waren Betriebsunterbrechungen Folge kurzfristiger Lieferprobleme oder begrenzter Handelskonflikte. Unternehmen konnten in der Regel schnell Abhilfe schaffen und den normalen Geschäftsbetrieb weiterführen.
Die Führungskräfte, mit denen ServiceNow in Europa, im Nahen Osten und in Afrika (EMEA) spricht, berichten von einer veränderten Dynamik. Ihnen zufolge sind Unterbrechungen aufgrund von geopolitischer Instabilität, wirtschaftlichem Gegenwind und rapidem technologischen Wandel heute ein Dauerzustand.
Laut dem Beratungsunternehmen Egon Zehnder vertreten 92 % der CEOs die Ansicht, dass ein unbeständiges Umfeld erhöhte Anpassungsfähigkeit von Ihnen und Ihren Teams erfordert. Gleichzeitig machen Verordnungen wie der Digital Operational Resilience Act (DORA) Resilienz zu einer Priorität auf höchster Ebene.
Zukunftsorientierte Führungskräfte schaffen strukturelle Schwachstellen in Systemen, Prozessen und der Firmenkultur ab. Hier finden Sie drei Möglichkeiten, Betriebsunterbrechungen vorzubeugen.
1. Klarheit bei der Entscheidungsfindung
Unklare Entscheidungszuständigkeiten und fehlende Richtungsvorgaben können betriebliche Resilienz zu einem schwierigen Unterfangen machen. Entscheidungen können sich unnötig ziehen, wenn die Verantwortung unklar ist. Das geht auf Kosten der Agilität, die für die schnelle Anpassungsfähigkeit erforderlich ist.
Oft sind komplexe Hierarchien die Ursache. Einer globalen Studie von McKinsey zufolge sind zwei Drittel der Führungskräfte der Meinung, dass ihre Unternehmen übermäßig kompliziert und ineffizient sind. Dies äußert sich etwa in unnötigen Genehmigungsverfahren und Eskalationen.
Häufige betriebliche Anpassungen in einer komplexen Struktur können das Change-Management erschweren. Eine Studie von Deloitte kam zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Mitarbeiter weltweit im vergangenen Jahr 15 größere betriebliche Anpassungen erlebt hat. Allerdings glauben nur 27 % der Spitzenkräfte aus den Bereichen Unternehmensführung und Personalwesen, dass ihr Unternehmen Veränderungen effektiv managt.
Cathy Mauzaize, President of EMEA bei ServiceNow, meint dazu: „Für die resilientesten Führungskräfte hat entschlossenes Handeln Priorität. Sie delegieren die Entscheidungszuständigkeit und kommunizieren Veränderungen mit großer Klarheit. So sorgen sie für unterbrechungsfreies Arbeiten, ohne dass Übergaben die Dynamik beeinträchtigen.“
Das bedeutet:
- Zügige Entscheidungen.
- Einzelne Führungskräfte handhaben die Auswirkungen auf Teamebene.
- Mitarbeiter ziehen weiterhin am selben Strang.
Verschaffen Sie sich zu Beginn einen Überblick darüber, wo Menschen und KI-Agenten Entscheidungen treffen und wo es häufig zu Engpässen kommt. Stimmen Sie sich mit Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen so ab, dass Zuständigkeiten delegiert und isolierte Genehmigungsebenen abgeschafft werden. Es muss Klarheit darüber herrschen, wer was entscheidet.
2. Reibungslose Umsetzung
Mitarbeiter können störungsanfälliger werden, wenn die Tools, die eigentlich die Arbeit beschleunigen sollten, sie letztendlich ausbremsen. Reibungsverluste entstehen, wenn Informationen in Silos verharren, Kontext bei Übergaben verloren geht und Workflows über getrennte Systeme hinweg fragmentiert sind.
Vielen Unternehmen fehlt das KI-Fundament für eine umfassende Umsetzung. Laut dem
KI-Reifeindex für Unternehmen von ServiceNow sind ungenaue Daten, fehlender Zugriff und schlechtes Datenmanagement die größten Hindernisse.
Unternehmen ohne dieses KI-Fundament fällt es schwer, das Potenzial der KI voll auszuschöpfen. Unsere Daten zeigen, dass 57 % der Unternehmen aus der EMEA-Region agentenbasierte KI implementiert haben. Nur 9 % davon setzen sie aber für die autonome Abarbeitung mehrstufiger Aufgaben ein.
Leistungsstarke KI-Funktionen können Führungskräften helfen, sich durch Skalierung der Produktivität gegen Unterbrechungen zu wappnen. Hochwertige Daten, eine integrierte
KI-Plattform, einer solide KI-Governance und eine KI-bereite Belegschaft sind Voraussetzungen für den erfolgreichen KI-Einsatz.
3. Innovationskultur
Betriebliche Resilienz ist zu einem Großteil eine Frage der Technologie. Der Erfolg hängt aber auch von der Unternehmenskultur ab. Ohne eine innovationsfreundliche Kultur können sich längere Störungen auf die Arbeitsweisen der Mitarbeiter auswirken. Teams zögern möglicherweise, sich auf neue Technologien einzulassen und Innovationen in bestehende Prozesse einzubringen.
Führungskräfte, die eine bejahende Unternehmenskultur aufbauen möchten, müssen die Einstellungen und Verhaltensweisen vorleben, die sie am Arbeitsplatz sehen möchten.
Die KI-Einführung ist ein passendes Beispiel. Daten von Microsoft legen nahe, dass in Hinblick auf den KI-Erfolg Faktoren wie Kultur, überzeugte Führungskräfte und Talentmanagement mit 67 % doppelt so schwer wiegen wie das individuelle Mindset und Verhalten (32 %).
Führungskräfte, denen es gelingt, eine KI-fähige Umgebung aufzubauen und zu pflegen, profitieren von mehr Produktivität und Resilienz. Wenn das Experimentieren mit der KI gefördert und in KI-Fähigkeiten investiert wird und Mitarbeiter durch praktische Anwendungsfälle überzeugt werden, kann die Resilienz ausgebaut werden.
Resilienz: ein wirksames Mittel gegen Betriebsunterbrechungen
Resilienz als zentrales Betriebsprinzip kann die Kontinuität Ihres Geschäfts in unsicheren Zeiten schützen. Der Resilienzgedanke muss zu einem festen Bestandteil der Entscheidungsfindung, Arbeitsweisen und Unternehmenskultur werden.
Erfahren Sie, wie ServiceNow Ihnen dabei helfen kann, sich gegen Betriebsunterbrechungen zu wappnen.