Managed Network Services: KI, Autopilot und die neue Wertschöpfungskette in der Telekommunikation

Ein Mitarbeiter vor Stromleitungen und einem Funkturm

Moderne Unternehmensnetzwerke ähneln lebendigen, atmenden Kreaturen für Konnektivität und Sicherheit, die ständig gehegt und gepflegt werden müssen. Aufgabe von IT-Führungskräften, die Netzwerke verwalten, war es immer schon, ein Gleichgewicht zwischen Kostenoptimierung und einem hochwertigen Servicebetrieb zu schaffen – das lässt sich in etwa mit der Aufgabe vergleichen, ein Flugzeug während des Flugs zu reparieren.

Die Tage der manuellen Netzwerkverwaltung sind gezählt. Wir sind nun Zeugen davon, wie der Markt für Managed Network Services (MNS) zunehmend auf eine intelligente Struktur setzt – und KI ist dabei ein Katalysator.

Laut Gartner® suchen Führungskräfte im Bereich Infrastruktur und Betrieb nach Anbietern von Services auf Basis von KI bzw. maschinellem Lernen, um durch Automatisierung Zykluszeiten zu verkürzen und qualitativ hochwertigere Services bereitzustellen1.

Dabei geht es um weit mehr als nur schnellere Konfigurationen. Es handelt sich um eine grundlegende Transformation zu einem intelligenten, prädiktiven Netzwerk, das sich selbst verwaltet.

Die Zukunft gehört der Experience

Diejenigen unter uns, die keine Netzwerkmanager sind, können sich diese Transformation in etwa so vorstellen: Sie sind Passagier in einem Flugzeug. Irgendwann nach dem Start erreicht das Flugzeug die Reiseflughöhe und der Flugkapitän schaltet das Licht für den Sicherheitsgurt aus. Nun halten komplexe Systeme das Flugzeug stabil und die Crew wird nur bei Abweichungen aktiv. Die meisten Fluggäste machen sich darüber keine Gedanken.

Ihnen ist vielmehr ihre Experience wichtig: die Stabilität und Geschwindigkeit der WLAN-Verbindung, die Aufmerksamkeit der Flugbegleiter, die Qualität der angebotenen Speisen oder auch die Sauberkeit des Flugzeugs.

Im übertragenen Sinn gilt dies auch für Managed Network Services. Im nächsten Schritt haben wir es dann mit einem echten Autopilot zu tun: Netzwerke, die sich selbst in Echtzeit überwachen, anpassen und optimieren. Entscheidend werden hierbei die unterschiedlichen Experiences sein, die auf oberster Ebene geboten werden: die Portale, die Integrationen und die nahtlosen digitalen Interaktionen, die Kunden erleben.

Einheitliche Netzwerkverwaltung ist unverzichtbar

Für Managed Services-Anbieter (MSPs) ist das rasche Erreichen von Zero-Touch-Funktionalität nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für neue Wertströme.

Netzwerk-, Sicherheits- und IT-Teams können es sich nicht mehr leisten, getrennt voneinander zu arbeiten. Ihre Plattformen müssen Verwaltungsfunktionen über den gesamten Netzwerklebenszyklus hinweg vereinen – vom LAN über das WAN bis hin zur Sicherheit – und die Automatisierung direkt in den Kernprozess integrieren. Auf diese Weise ergibt sich ein Ansatz für einheitliche Plattformen.

Ein häufiger Fallstrick auf dem MNS-Markt ist die Integrationslücke, etwa wenn ein MNS-Anbieter Schwierigkeiten hat, das interne IT Service Management-System (ITSM) eines Kunden für das Fallmanagement zu integrieren. Dieser Integrations-mangel beeinträchtigt die Servicequalität und Experience erheblich.

Ein erfolgreiches, KI-gestütztes MNS-Angebot ist nativ mit dem IT-Betrieb eines Kunden vernetzt und schafft aus einer unzusammenhängenden Reihe von Services einheitliche, prädiktive und automatisierte Betriebsabläufe. Dieses Integrationsmaß ermöglicht es Partnern, das Versprechen von Secure Access Service Edge (SASE), privatem 5G und Multi-Cloud-Netzwerken im vollem Umfang zu erfüllen.

Es öffnet außerdem Remote-Katalogen, nahtlosen Auftragsübergaben und Umsatzsteigerungen (ja, sogar für Telekommunikationsunternehmen) Tür und Tor.

Gemeinsam verwaltete Services: die Zukunft von Partnerschaften

Für ihren Erfolg im KI-Zeitalter müssen Telekommunikations- und MSP-Führungskräfte ihre Plattformen für die Servicebereitstellung anpassen, um eine hervorragende Kunden-Experience zu bieten und für kontinuierliche Serviceverbesserungen zu sorgen.

Das bedeutet, dass sie über den bislang üblichen reinen Austausch von MNS-Modellen hinausgehen und ein Co-Management-Modell einführen müssen. Ein echter Partner übernimmt nicht einfach nur die Verwaltung der Konnektivität für einen Kunden, sondern er verwaltet sie gemeinsam mit dem Kunden. Dieser Ansatz basiert auf Transparenz und bietet Kunden über die Portale und Plattformen eines MSP mehr Sichtbarkeit und Kontrolle.

Die Zukunft von Managed Network Services hängt von drei Anforderungen ab, die alle von einer zentralen KI-gestützten Plattform erfüllt werden:

  1. Einheitliche Automatisierung: Automatisierung des gesamten Lebenszyklus von Konfiguration, Änderungen und Sicherheit des Netzwerks mithilfe von Workflows, die von generativer KI gestützt werden.
  2. End-to-End-Transparenz: Ein vereinfachter Technologie-Stack kann eine zentrale Sicht auf den IT-, Netzwerk- und Sicherheitsbetrieb eines Kunden bieten, sodass Probleme proaktiv gelöst werden können, bevor sie sich negativ auf das Geschäft auswirken.
  3. Vom Anbieter zum Partner: Anbieter müssen Netzwerke gemeinsam mit Kunden verwalten, Transparenz in Echtzeit bieten und kontinuierlich Verbesserungen vornehmen.

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1 Gartner, Magic Quadrant for Managed Network Services (Magic Quadrant für Managed Network Services), Ted Corbett, Nauman Raja, Jon Dressel, Lisa Pierce, Karen Brown, Danellie Young, 04. Oktober 2024

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