Wie Technikriese Fujitsu sich um 360 Grad drehte

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18 April 2022

Technology giant Fujitsu: people walking outdoors in Tokyo surrounded by tall buildings

Die Unternehmen von heute müssen sich einer neuen Welt stellen. Sogar die größten Unternehmensriesen sorgen sich um Veränderungen der Kundenvorlieben, die Wettbewerbslandschaft und den nächsten Schock. Viele Firmen wurden durch COVID-19 wachgerüttelt. Inzwischen sehen sie nichts mehr als selbstverständlich an und nutzen jede Chance, die sie kriegen können.

Auch das japanische Unternehmen Fujitsu bildet hier keine Ausnahme. Das Technologieunternehmeny, das seit 86 Jahren im Geschäft ist und weltweit 126.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat sich im Zuge zweier separater, aber verwandter Programme das Ziel gesetzt, zu modernisieren. Diese Programme heißen Fujitsu Transformation (Fujitra) und Fujitsu Uvance.

Ersteres konzentriert sich auf die interne Transformation und Letzteres auf die nach außen gerichteten Unternehmensbereiche. Beide haben das Ziel, die IT-Stärken von Fujitsu zu nutzen, um erstklassige Lösungen bereitzustellen.

Kulturelle Änderungen nutzen

Fujitra stelle auf viele Arten eine Veränderung der Denkweise dar, sagt Yuzuru Fukuda, Chief Information Officer bei Fujitsu. Unternehmen, die zukünftig erfolgreich sein möchten, müssten neuen Definitionen und Anpassungen in zahlreichen Sektoren einen Schritt voraus sein, fügt er hinzu.

„IT – was ist das überhaupt?“, fragt er rhetorisch. „Sind wir sicher, dass es diese ‚Branche‘ in 10 Jahren noch geben wird?“

Fujitra baut auf bewährte Prinzipien der Unternehmens- und Managementtheorie auf, insbesondere auf Agilität und Design Thinking. Fukuda beschreibt den Arbeits-Prototypen eines traditionellen Unternehmens, das unter dem Modell „Plan, Do, Check, Act“ (Planen, Umsetzen, Prüfen, Handeln; PDCA) agiert.

Das PDCA-Modell hilft Unternehmen, in ihren bestehenden, bewährten Fachbereichen zu glänzen. So entsteht eine gut geölte Maschine, die fast gänzlich ohne Einflüsse von außen erfolgreich sein kann. „Alles im Unternehmen ist optimiert, um diesen Zyklus am Laufen zu halten“, erklärt Fukuda. „Es ist ein völlig natürlicher Prozess, weil daher der Umsatz kommt.“

Um jedoch mit Druck von außen umgehen zu können, muss ein neuer Zyklus implementiert werden: „Observe, Orient, Decide, Act“ (Beobachten, Orientieren, Entscheiden, Handeln; OODA). Dieses Modell legt Fokus darauf, aus Fehlern zu lernen und schnell zu iterieren.

Im OODA-Modell werden Regeln an die Umgebung angepasst, und Mitarbeiter werden dabei unterstützt, autonom an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. OODA wird oft in schnell wachsenden Start-up-Unternehmen des „Silicon Valley“-Typs angewendet. „OODA trägt Jeans während PDCA einen Anzug mit Krawatte trägt“, fasst Fukuda zusammen.

 

„Die Befürworter sind von 20 % auf 42 % gestiegen und die Kritiker von 20 % auf 7,5 % gesunken.“ Yuzuru Fukuda. Chief Information Officer, Fujitsu

 

Mitarbeiter unterstützen

In einem Unternehmen, das so groß und bekannt ist wie Fujitsu, kann nicht einfach ein Zyklus durch den nächsten ersetzt werden. Beide Zyklen müssen nebeneinander bestehen können, um einen stabilen Betrieb sowie eine fruchtbare Umgebung für zukünftiges Wachstum sicherzustellen. Als Teil dieses Umdenkens vereinheitlichte Fujitsu seine Prozesse regionen- und abteilungsübergreifend.

Ein Hauptpfeiler von Design Thinking ist, den Mitarbeitern Mitspracherecht zu geben. So können sie ihre eigene Vision für Veränderungen umsetzen, die anhand des Fail-Fast-OODA-Ansatzes ausprobiert und iteriert werden kann. Die Now Platform® ist hierfür perfekt geeignet.

Die Mitarbeiterzufriedenheit in Zusammenhang mit Fujitra wächst stetig. Eine interne Umfrage bei Fujitsu zeigt, dass die Akzeptanz der Unternehmenstransformation unter den Mitarbeitern im Laufe der Zeit gestiegen ist und diese sie sogar befürworten – diese Mitarbeiter nennt Fukuda „Befürworter“.

„Im Vergleich zu letztem Jahr ist die Anzahl der Befürworter von 20 % auf 42 % gestiegen und die Anzahl der Kritiker von 20 % auf 7,5 % gesunken“, so Fukuda.

Shrikant Vaze, Vice President für Executive Management und Global Delivery in Indien, unterstreicht, dass es eine merkbar positive Veränderung in den Arbeitsprozessen gegeben habe. Vor einigen Jahren seien Anfragen, die Mitarbeiter, die IT oder die Systemverwaltung umfassten, noch „frustrierend und zeitaufwendig“ gewesen. Das sei nicht mehr der Fall.

„Jetzt kann ich arbeiten, wie, wann und wo ich möchte“, sagt Stephen Isherwood, ein Mitarbeiter im globalen Marketing, der im Vereinigten Königreich ansässig ist.

„Ich bin spürbar produktiver und habe mehr Zeit für andere Aufgaben“, so Isherwood weiter. „Beispielsweise musste ich neulich kurzfristig meine Eltern besuchen, um ihnen zu helfen. Ich konnte nicht nur in Kontakt mit meiner Arbeit bleiben, sondern sogar sicherstellen, dass mein Team die nötige Unterstützung bekam und es keine Unterbrechungen gab. Das macht wirklich einen riesigen Unterschied.“

Entwicklung durch Citizen Developers ermöglichen

Teil des Erfolgs ist, eine Low-Code-Kultur zu unterstützen, in der Mitarbeiter ohne IT-Erfahrung eigenständig Anwendungen erstellen können. „Als sich unsere Arbeits- und Kommunikationsweisen veränderten, sagten unsere Mitarbeiter schlicht und ergreifend: ‚Wir können so nicht weiterarbeiten.‘“, sagt Fukuda.

Die Herausforderung in diesem Paradigmenwechsel ist, ein Gleichgewicht zu finden. Es sollen schnell Lösungen zur sofortigen Behebung von Problemen implementiert werden, wobei die Unternehmen erst über die Implikationen einer Lösungsimplementierung nachdenken sollen, sobald sich der richtige Weg offenbart. Hier den besten Weg zu finden, ist eine Journey. Fukuda sagt, dass ServiceNow ein wichtiger Teil dieser Journey sein werde.

 

„Ich kann jetzt arbeiten wo, wann und wie ich will. Ich bin deutlich produktiver und habe mehr Zeit für andere Aufgaben.“ Stephen Isherwood. Global Marketing, Fujitsu UK

 

Fujitsu könne einen agileren Ansatz wählen, indem komplexe, veraltete Anwendungen durch genau abgestimmte Services und/oder eine offene Plattform ersetzt werden, sagt er. ServiceNow könne Fujitsu außerdem helfen, im Kampf um Talente die Nase vorn zu haben. Indem man sowohl die Jeansträger als auch die Anzugträger auf einer zentralen Plattform unterstütze, könne man eine konsistente Experience für alle Benutzer bereitstellen und Flexibilität zur Unterstützung der individuellen Bedürfnisse und Arbeitsstile bieten.

„Wenn wir unsere System-Upgrades mit der Renovierung eines Hauses vergleichen, haben wir in der Vergangenheit nur ungefähr alle zwei Jahre ein neues Haus fertiggestellt“, sagt Fukuda. „Jetzt können wir nur die Küche oder das Bad renovieren und sie dann zusammenfügen.“

Die Grundlage etablieren

Das Umdenken betrifft auch Fujitsu Uvance, die nach außen gerichtete Unternehmensinitiative, die im Oktober 2021 vorgestellt wurde. Insgesamt gibt es sieben Säulen in diesem Programm, wobei das Hauptaugenmerk auf Nachhaltigkeit liegt, insbesondere in der Fertigungsindustrie, wo sich das Unternehmen als Marktführer im Bereich Smart Factory-Lösungen einen Namen gemacht hat..

Das Ziel sei, die Kunden dabei zu unterstützen, langsam auf ihr Ziel hinzuarbeiten und zügig Wert aus ihren Investitionen zu schöpfen, anstatt einen langen, anstrengenden Implementierungsprozess zu durchlaufen, so Fukuda.

„Es geht nicht nur um Technologie“, sagt Fukuda. „ServiceNow realisiert eine kulturelle Änderung in unserer Organisation und der unserer Kunden. Sie können sich ohne Bedenken in Richtung einer agileren und nachhaltigeren Zukunft bewegen.“

Erfahren Sie mehr darüber, wie ServiceNow Unternehmen hilft, die Technologiebereitstellung zu optimieren.

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