Die Highlights der Knowledge 2026

Besucher auf dem Knowledge-Event unter einem Banner mit der Aufschrift „Put AI to work for people“

Die Knowledge 2026 stand im Zeichen großer Ankündigungen und großer Namen wie dem preisgekrönten Schauspieler, Philanthropen und ServiceNow-Botschafter Idris Elba und den Backstreet Boys. Ob bei Ausstellern, in den Keynotes oder Breakout-Sessions – wie Unternehmen die KI für alle arbeiten lassen können, war das Thema, das sich durch das gesamte Event zog.

Für die über 20.000 Teilnehmer und alle, die nicht dabei sein konnten, sind hier die Highlights des diesjährigen Events.

Autonome, einsatzbereite KI-Agenten

Das Wort, das dieses Jahr überall in den Ausstellungshallen die Runde machte, war „autonom“. Autonome IT und autonome KI-Agenten sind längst Realität. Sie transformieren die Arbeitswelt nicht irgendwann in der Zukunft, sondern schon heute. Autonome Agenten arbeiten bereits jetzt mit Menschen zusammen.

Die Zeit dafür ist reif, erklärte Bill McDermott, Chairman und CEO von ServiceNow, in seiner Eröffnungs-Keynote. Seiner Meinung nach übersehen die Medien und die Wall Street in Zusammenhang mit der Zukunft der KI wichtige Entwicklungen.

McDermott: „Wir erleben aus nächster Nähe, wie Unternehmen heute arbeiten. Deswegen sehen wir Entwicklungen, bevor sie Schlagzeilen machen. Die Arbeitswelt wird neu gestaltet.“

Bis 2030 könnten weltweit 50 Millionen Arbeitskräfte fehlen, führte McDermott weiter aus, verwies aber zugleich darauf, dass KI-Agenten und -Roboter bereit sind, Aufgaben zu übernehmen. „Sie sind ideal als Ergänzung des Menschen und werden dafür sorgen, dass Sie alle von der KI-Revolution profitieren.“

Einen gravierenden Zwischenfall, bei dem jüngst ein KI-Agent in nur neun Sekunden die gesamte Kundendatenbank eines Unternehmens gelöscht hatte, ordnete McDermott als Unglück ein, das nur geschehen kann, wenn die KI nicht ausreichend beaufsichtigt wird. „Aus diesem Grund benötigen Unternehmen ein mitdenkendes Modell und integrierte Workflows, die intelligent handeln“, konstatierte McDermott und ergänzte: „Governance ist hierbei keine Funktion, sondern der alles entscheidende Faktor.“

Wir erleben aus nächster Nähe, wie Unternehmen heute arbeiten. Deswegen sehen wir Entwicklungen, bevor sie Schlagzeilen machen. Die Arbeitswelt wird neu gestaltet. –Bill McDermott, Chairman und CEO, ServiceNow

Das neue Gesicht der KI: ServiceNow Otto

Premiere für ServiceNow Otto. Die überarbeitete KI-Schnittstelle kombiniert Now Assist, Moveworks (jetzt ServiceNow EmployeeWorks) und KI-Experience. Im Gegensatz zu konkurrierenden KI-Systemen nimmt Otto Anfragen in natürlicher Sprache (geschrieben oder gesprochen) entgegen. Er deckt das gesamte Unternehmen ab, versteht, was der Mensch will, lenkt Arbeit an die geeignete Stelle und führt sie system- und abteilungsübergreifend aus.
Otto sorgt dafür, dass die Arbeit erledigt wird.

Gleichzeitig protokolliert ServiceNow AI Control Tower jede Interaktion, setzt Richtlinien durch und erklärt jede Entscheidung. „Mitarbeiter fragen ServiceNow Otto einfach, und Otto übernimmt den Rest. Dabei handelt er innerhalb der Kontrollmechanismen, die das Unternehmen benötigt“, erläutert Bhavin Shah, Senior Vice President und General Manager of Employee Experience and AI bei ServiceNow.

Zu Gast: der NVIDIA-CEO

Jenson Huang, Co-Gründer, President und CEO von NVIDIA, diskutierte auf der Keynote-Bühne zusammen mit McDermott und Nick Tzitzon (Vice Chairman von ServiceNow) über die KI und ihre Auswirkungen für Unternehmen.

Als Huang vor zwei Jahren auf der Knowledge zu Gast war, drehte sich das Gespräch hauptsächlich um generative KI. Doch bis 2026 hat sich die KI-Story weiterentwickelt. „Agentenbasierte KI ist da“, urteilte er. „Wir können jetzt verstehen, was der Anwender will, über die Lösung nachdenken und mit den richtigen Tools Probleme lösen und arbeiten.
KI-Agenten sind jetzt überall.“

Sein Rat an Wirtschaftsführer war ganz einfach: Nutzen Sie diesen KI-Moment. In seinen Augen ist KI ein Produktivitäts- und Ambitionstreiber. „Die KI schafft Arbeitsplätze“, versicherte er den Zuhörern und erzählte, dass seine Mitarbeiter trotz Einsatz von KI-Agenten mehr zu tun haben denn je zuvor.

Huang stellte KI-Agenten als Zutat einer fünfschichtigen KI-Torte dar, bestehend aus Energie, Chips, Infrastruktur, großen Sprachmodellen und der Anwendungs- und Orchestrierungsebene. Diese fünf Schichten tragen das Gesamtunternehmen.

Agentenbasierte KI ist da. Wir können jetzt verstehen, was der Anwender will, über die Lösung nachdenken und mit den richtigen Tools Probleme lösen und arbeiten. –Jenson Huang, Co-Gründer, President und CEO von NVIDIA

„Vor zwei Jahren sagte ich, dass ServiceNow im Wesentlichen das KI-Betriebssystem für Unternehmen ist“, betonte Huang und wiederholte, dass KI-Agenten sicher und mit Kontrollen arbeiten müssen – Anforderungen, die für die Mission und die Angebote von ServiceNow von zentraler Bedeutung sind.

Um dies zu bekräftigen, gaben McDermott und Huang die Verlängerung der langjährigen Partnerschaft beider Unternehmen bekannt. In diesem Zusammenhang wurde Project Arc angekündigt. Der autonome Desktop-Agent für Unternehmen wird von NVIDIA OpenShell gesichert und von ServiceNow AI Control Tower verwaltet.

Autonome Kollegen

ServiceNow gab auch die Einführung von 20 neuen KI-Spezialisten bekannt, die autonomes Arbeiten in Bereichen wie IT, HR, Customer-Relationship-Management (CRM), Mitarbeiterservices, Recht, Finanzen und Sicherheit und Risiko ermöglichen. Laut Kellie Romack, Chief Digital Information Officer bei ServiceNow, werden weitere Spezialisten folgen.

„Diese KI-Spezialisten sind für bestimmte Aufgaben geschult, sie haben Rollen, werden bestehenden Teams zugewiesen und führen Workflows end to end aus“, so Romack. „Am Ende stehen eine KI, die denkt, und Workflows, die funktionieren.“

Einige Unternehmen profitieren bereits von den Vorteilen autonomer Mitarbeiter, insbesondere mit einem KI-Spezialisten für den IT Service Desk, der auf Ebene 1 im ServiceNow Help Desk arbeitet und IT-Anfragen 99 % schneller löst als menschliche Mitarbeiter.

Diese KI-Agenten unterstützen menschliche Mitarbeiter und gemeinsam schließen sie Projekte ab. „Unternehmen können KI-Spezialisten einsetzen, die im großen Maßstab agieren“, so Amit Zavery, President, Chief Product Officer und Chief Operating Officer von ServiceNow, in seiner Keynote vom 2. Tag.

Darüber hinaus wurden unter anderem neue KI-Spezialisten für das autonome CRM von ServiceNow angekündigt. Diese decken von Leads-Qualifizierungen über die Angebotserstellung bis hin zu Auftragsabwicklung, Service und Vertragsverlängerungen die gesamte Customer Journey ab. Autonomes CRM löst jeden Monat bereits mehr als 100 Millionen Kundenanfragen, orchestriert über 16 Millionen Aufträge und konfiguriert mehr als 7 Millionen Angebote.

Entscheiden‌ Sie selbst, wann Sie sich die Highlights und Sessions der Knowledge ansehen.