Was ist Hardware Asset Management?

Hardware Asset Management (HAM) beschreibt die Prozesse, Tools und Strategien für die Verwaltung der physischen Komponenten von Computern und zugehörigen Systemen.

Hardware-Asset-Management stellt einen Unterbereich der IT‑Verwaltung dar, der sich exklusiv auf die physischen Komponenten der Informationstechnologie konzentriert. HAM beginnt mit der Beschaffung von Hardware, dauert ihren gesamten Lebenszyklus an und endet schließlich mit der endgültigen Entsorgung der stillgelegten Komponente. Hardware-Asset-Manager leiten diese Bemühungen und müssen daher gut mit der gesamten Unternehmenshardware vertraut sein. Und sie müssen in der Lage sein, eng mit Abteilungen und Führungskräften auf allen Unternehmensebenen zusammenzuarbeiten.

Ein Hardware-Asset ist ein Oberbegriff, der materielle, physische Technologie-Assets des Unternehmens beschreibt. Das umfasst derzeit verwendete und gelagerte Assets sowie unterstützende Geräte.

Hardware-Assets werden in der Regel in vier primäre Kategorien unterteilt:

Endbenutzergeräte

Endbenutzergeräte beziehen sich auf jegliche Firmenhardware, die direkt von Mitarbeitern bei ihrer alltäglichen Arbeit verwendet wird. Das umfasst Computer, Tablets, Smartphones, SIM‑Karten und vieles mehr. Hardware-Assets können auch private Geräte sein, die für Unternehmensaufgaben verwendet werden.

Netzwerk-/Telekommunikationshardware

Netzwerk- und Telekommunikationshardware sind unterstützende Geräte, die digitale und analoge Kommunikation ermöglichen. Dabei kann es sich um Router, Lastenausgleichsmodule, Switches sowie Telefon- und Videokonferenzsysteme handeln.

Rechenzentrumsgeräte

Rechenzentrumsgeräte umfassen sämtliche Hardware, die das Rechenzentrum benötigt, um ordnungsgemäß zu funktionieren, darunter Server, Energieversorgung und Sicherheitsgeräte.

Peripheriegeräte

Peripheriegeräte sind wichtige unterstützende Geräte in modernen Büroumgebungen. Dazu gehören Scanner, Drucker, Monitore, Tastaturen, Headsets, Projektoren und sogar Kabel oder Adapter.

Denken Sie daran, dass die moderne Belegschaft nicht nur im Büro arbeitet, sondern auch Remotearbeitskräfte einschließt, die im Homeoffice arbeiten. Das Hardware-Asset-Management muss also auch in der Lage sein, die Bedürfnisse dieser mobilen Arbeitskräfte zu erfüllen, und auch die physischen Geräte berücksichtigen, die sie für ihren Arbeitsalltag brauchen.

Wie bereits erwähnt, deckt das Hardware-Asset-Management den gesamten Servicelebenszyklus von Hardware-Assets ab. Dieser Lebenszyklus lässt sich in sechs Phasen einteilen:

Anforderung

Unternehmenshardware muss durch verschiedene Faktoren definiert werden, darunter Prioritäten, Kunden- und Geschäftsdaten, Incidents, Compliance und Budget. Doch das alles lässt sich auf zwei spezifische Fragen herunterbrechen: Welche Hardware ist notwendig, um die Geschäftsbedürfnisse zu erfüllen? Und wie viel finanzielle Mittel sind verfügbar?

In der ersten HAM‑Phase werden diese Fragen beantwortet, Hardwarelösungen werden identifiziert, und Anträge werden eingereicht.

Grafik, die den HAM‑Lebenszyklus zeigt

Erfüllung

Wenn die Budgets feststehen und die Hardware ausgewählt ist, besteht der nächste Schritt im Lebenszyklus darin, die Hardwareanforderungen zu erfüllen. Hierzu müssen Unternehmen wissen, welche Anbieter verfügbar sind, welches Maß an Technik- und Garantieunterstützung sie anbieten und ob ihre Hardware mit anderen IT‑Assets im Unternehmen kompatibel ist.

Unternehmen, die eine BYOD‑Richtlinie (Bring Your Own Device) nutzen, können in der Erfüllungsphase gewährleisten, dass alle privaten Geräte, die für Unternehmensarbeit verwendet werden, über autorisierten und sicheren Zugriff auf interne Systeme verfügen, dass sie vom Unternehmen protokolliert werden und dass sie auch in Finanzberichten erfasst werden.

Bereitstellen

Nachdem das Asset für die künftige Gerätewartung, -verwaltung und -organisation gekennzeichnet wurde, kann es konfiguriert und bereitgestellt werden. Bei Endbenutzer-Hardware kann dieser Schritt das Ausschecken von Geräten durch Mitarbeiter umfassen, die hierfür gegebenenfalls Nutzungsrichtlinien lesen und bestätigen müssen.

Diese Phase beinhaltet außerdem den Transport des Asset vom Lager zum zugewiesenen Arbeitsbereich (einschließlich Umgebungen für mobile Arbeit), die Konfiguration des Asset sowie seine Integration in andere relevante Technologien.

Monitoring

Nachdem die Hardware bereitgestellt wurde, müssen Asset-Manager Risiken minimieren und eine angemessene Hardwareleistung gewährleisten. Hierzu benötigen sie eine umfassende Übersicht des gesamten Hardwarebestands durch laufende Überwachung.

Mit diesem Monitoring bereitgestellter Hardware behalten Manager stets den Überblick über alternde Ressourcen, können verhindern, dass Assets plötzlich an unerwarteten Orten im Netzwerk auftauchen, und können Risiken durch veraltete Software vermeiden. Und die Integration der Workflows für IT- und Sicherheitsbetrieb verbessert die Funktionen und Genauigkeit der Überwachung.

Service

Um dauerhaft reibungslos zu funktionieren, muss Hardware regelmäßig gewartet werden. Diese Phase des Lebenszyklus deckt alle geplanten Wartungen, Updates oder Upgrades sowie ungeplante Notfallreparaturen ab.

Während dieses Prozesses müssen Hardware-Asset-Manager (HAMs) den Zustand der jeweiligen Hardware überprüfen, um zu bestimmen, ob das Asset recycelt, neu zugewiesen oder außer Betrieb genommen werden muss.

Außerkraftsetzen

Wenn Assets das Ende ihres Lebenszyklus erreichen, nicht repariert werden können oder Schwachstellen enthalten, die sich nicht mehr patchen lassen, dann ist der letzte Schritt die Außerbetriebnahme der Hardware. Im Fall von BYOD-Geräten muss die Hardware beispielsweise auch außer Betrieb genommen werden, wenn der jeweilige Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Der Status des Asset muss in den Unternehmenssystemen aktualisiert werden, und sämtliche Unternehmensinformationen müssen vom Gerät gelöscht werden. Daraufhin kann das Gerät dem (ehemaligen) Mitarbeiter zurückgegeben, recycelt, verkauft, gespendet oder ordnungsgemäß entsorgt werden.

Unternehmenshardware wirkt nicht immer wie eine sichere Investition: Sie verliert schnell an Wert, ist ständigem Verschleiß ausgesetzt und erfordert regelmäßige Wartung und gelegentliche Reparaturen. Doch effektives Hardware-Asset-Management kann diese Nachteile ausgleichen. Hierzu bietet HAM unter anderem die folgenden Vorteile:

Verbesserter Schutz vor Verlust

Ein genauer Katalog der gesamten Unternehmenshardware (sowohl der in Gebrauch befindlichen als auch der im Lager deponierten) erleichtert die Nachverfolgung von Geräten und die Erkennung fehlender Hardware. Durch Asset-Tagging, Zuweisung von Verantwortlichen und Nachverfolgung des Asset-Standorts erhalten Unternehmen die nötigen Informationen, um Risiken zu minimieren, die durch fehlendes Asset-Wissen entstehen. So können Hardware-Asset-Manager feststellen, welche Assets inaktiv und so vielleicht einem erhöhten Diebstahlrisiko ausgesetzt sind.

Erhöhte Produktivität

Ohne HAM‑Strategie liegt die Verantwortung für die Verwaltung, Wartung und Nachverfolgung von Geräten oft bei den Endbenutzern. Und ohne die Anwendung von HAM-Best Practices nutzen diese Endbenutzer möglicherweise ineffiziente, ineffektive und zeitaufwändige Prozesse. Ordnungsgemäßes Asset-Management gewährleistet nicht nur einen genauen Katalog aller wichtigen Geräte, sondern entlastet außerdem Mitarbeiter, damit sie ihre Zeit effizienter nutzen können. So prognostizieren entsprechende Lösungen Probleme, bevor sie auftreten, und bieten Unternehmen somit die Möglichkeit, Asset-Management-Prozesse zu automatisieren.

Optimierte Nutzung

Mithilfe von HAM-Best Practices und gut organisierten Wartungs- und Upgradezeitplänen können Unternehmen gewährleisten, dass Mitarbeiter Unternehmensgeräte ordnungsgemäß und optimal einsetzen. Gleichzeitig schützen genaue Asset-Bestände das Unternehmen vor zu hohen Ausgaben, wodurch die Kosten insgesamt reduziert und Hardwareinvestitionen maximiert werden.

Verbesserte Sicherheit und Compliance

Für Sicherheitsteams ist es schwierig, etwas zu schützen, das sie nicht sehen können. Effektives HAM bietet ihnen eine vollständige Liste aller Hardware-Assets, einschließlich relevanter Versionsinformationen. So können Sicherheitsteams Strategien entwickeln, die alle Geräte abdecken, und gleichzeitig Assets identifizieren, die möglicherweise anfällig für Bedrohungen sind. In Zusammenarbeit mit ITAM kann das Hardware-Asset-Management außerdem nicht genehmigte Hardware-Assets erkennen und die Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen gewährleisten.

Effektiveres Lebenszyklusmanagement

Der vielleicht wichtigste Punkt ist, dass Unternehmen mit HAM vollständige Transparenz und Kontrolle des Asset-Lebenszyklus erlangen. Asset-Manager können für jedes erdenkliche Gerät ganz einfach auf Produkt- und Anbieterdetails, Nutzungsverlauf, aktuellen Verantwortlichen, Aufgaben und vieles mehr zugreifen. Mit diesen Daten können sie fundierte Entscheidungen über Lieferantenverträge, Wartungen, Asset-Austausch und mehr treffen.

In Kombination bieten all diese Punkte Unternehmen, die in effektives Hardware-Asset-Management investieren, einen klaren Vorteil. Hochwertige HAM‑Systeme und -Strategien machen sich schnell bezahlt – nicht nur in Sachen Zeitersparnis, sondern auch finanziell.

Kosteneinsparungen sind ein wichtiger Vorteil des Hardware-Asset-Managements. HAM kann die Unternehmensausgaben wie folgt verringern:

  • Reduzierte Wartungskosten
  • Genauere Hardwarebudgets
  • Weniger Hardwareausgaben
  • Effizientere Entsorgungsprozesse
  • Minimale manuelle Arbeit

Hardwaremanagement ist ein wichtiger, aber oftmals übersehener Faktor für den Geschäftserfolg. Doch jetzt können Unternehmen HAM mit ServiceNow Hardware Asset Management ins Rampenlicht rücken. Mit fortschrittlichen Automatisierungstechnologien, intuitiven Dashboards und leistungsstarken Audit- und Analysetools kann jedes Unternehmen umfassende Transparenz und Kontrolle seiner physischen Assets erreichen und so Effektivität und Produktivität steigern.

ServiceNow Hardware Asset Management bietet vollständige End-to-End-Transparenz, stellt Unternehmen genaue Einblicke zur Reduzierung von Asset-Kosten und -Risiken bereit und beinhaltet automatisierte Asset-Workflows, um einen effektiven HAM‑Lebenszyklus zu gewährleisten. Die Lösung ist im Rahmen des Toolset IT Asset Management von ServiceNow verfügbar und vereinfacht Verwaltung und Wartung wichtiger Unternehmensgeräte.

Grafik von ITAM und Now Platform

Entdecken Sie die Möglichkeiten

Automatisieren Sie den End-to-End-Lebenszyklus für Softwarelizenzen, Hardware-Assets und die Cloud – auf einer zentralen Plattform.

Kontakt
Demo