Gestaltung der Arbeitskräfte von morgen: EY Global Delivery Services und Cebu Institute of Technology – University entwickeln branchenführende akademische Partnerschaften
Als EY Global Delivery Services (EY GDS) im Jahr 2022 eine Partnerschaft mit der Cebu Institute of Technology – University (CIT-U) einging, war das ursprüngliche Ziel einfach: Studierenden im Abschlussjahr ServiceNow vorzustellen und frühzeitig potenzielle Neueinstellungen zu identifizieren. Bis 2024 entwickelte sich dies zu etwas Größerem – einem umfassenden, mehrjährigen Framework zur Mitarbeiterentwicklung, das zum ersten globalen akademischen Modell seiner Art wurde.
Die Herausforderung: Von Gelegenheitseinstellungen zur strategischen Pipeline
Im Pilotprojekt von 2022 wurden Studierende im vierten Studienjahr noch vor ihrem Abschluss erfolgreich in Positionen bei EY GDS aufgenommen. Als die CIT-U im Jahr 2024 EY GDS die Möglichkeit bot, 300 Studierende im dritten IT-Studienjahr zu unterrichten, änderte sich die Herausforderung. Diese Studierenden standen zwei Jahre vor ihrem Abschluss – zu früh für eine Einstellung, aber ideal geeignet für eine gezielte strategische Entwicklung.
„Wir haben erkannt, dass wir etwas grundlegend anderes entwickeln konnten“, erklärt Mark Colobong, ServiceNow Practice Leader bei EY GDS Philippinen. „Anstatt akademische Partnerschaften als reinen Rekrutierungskanal zu betrachten, konnten wir eine echte Talentpipeline schaffen, die Studierende schrittweise entwickelt und an den tatsächlichen Bedürfnissen der Branche ausrichtet.“
Die Herausforderung bestand darin, die Mitarbeiterbindung über zwei Jahre hinweg aufrechtzuerhalten und einsatzbereite Talente auf eine für alle Beteiligten sinnvolle Weise vorzubereiten.
Die Lösung: ALPS – Ein dreistufiges Framework
EY GDS und CIT-U haben das Accelerated Learning Program for ServiceNow (ALPS) entwickelt, eine sich über mehrere Jahre erstreckende Journey mit klaren Meilensteinen und progressiver Kompetenzentwicklung.
Drittes Jahr: Alle 300 bis 350 Studierenden belegen ServiceNow-Grundlagen als Wahlfach und werden damit in Unternehmenssoftware eingeführt, die über theoretische Konzepte hinausgeht.
Viertes Jahr, erstes Semester: Die 50 besten Studierenden beginnen mit spezialisierten Schulungen in der Anwendungsentwicklung und erfahren, wie anwenderdefinierte Anwendungen erstellt werden und wie die Enterprise-Architektur funktioniert.
Viertes Jahr, Abschlusssemester: Die besten 36 Studierenden erhalten Jobangebote und beginnen bezahlte Praktika bei EY GDS. Sie streben ServiceNow CSA- und CAD-Zertifizierungen an, während sie in der Entwicklung von agentenbasierter KI geschult werden. Bis zum Abschluss verfügen sie über branchenanerkannte Zertifizierungen und sind sofort einsatzbereit.
Für diesen mehrstufigen Ansatz wurden leistungsbasierte Auswahlpunkte geschaffen und gleichzeitig schrittweise tiefere Kompetenzen entwickelt, die auf die Personalanforderungen von EY GDS abgestimmt sind.
Ein Dreiparteienmodell: Branchen, Plattform und akademische Welt
2024 formalisierte CIT-U die Partnerschaft durch eine Vereinbarung mit ServiceNow. Da EY GDS und CIT-U schon seit 2022 zusammenarbeiten und EY bei ServiceNow den Status eines „Global Elite“-Partners innehat, bilden die drei Parteien das erste globale akademische Modell seiner Art.
EY GDS bietet erfahrene Dozenten, Mentoring und Programmverantwortung. ServiceNow stellt die Plattform und Lernmaterialien bereit und übernimmt, was von entscheidender Bedeutung ist, auch die Kosten für Zertifizierungsprüfungen. Dadurch entfällt die finanzielle Hürde, die viele Studierende sonst daran hindern würde, eine berufliche Zertifizierung zu erlangen. CIT-U integrierte ALPS in seinen formellen Lehrplan, um akademische Legitimität zu gewährleisten und die Logistik zu koordinieren.
„Das ist kein Sponsoring für Lehrpläne, sondern eine echte Kooperation“, erklärt Colobong. „Jede Partei bringt wichtige Ressourcen ein, und die Studierenden profitieren auf ihrem akademischen Weg von branchenüblichen Schulungen.“
Ergebnisse: einsatzbereite Fachkräfte im großen Umfang
Das Programm hat die ursprünglichen Prognosen übertroffen. Derzeit absolvieren 36 Studierende Praktika bei EY GDS und werden nach ihrem Abschluss im Juni in Vollzeit beschäftigt. Sie streben CSA- und CAD-Zertifizierungen an und werden in der Entwicklung von agentenbasierter KI geschult.
Die Skalierbarkeit des Programms demonstriert seine Tragfähigkeit. Der zweite ALPS-Jahrgang läuft bereits mit rund 350 Studierenden im dritten Studienjahr in acht Klassen – gegenüber 80 Studierenden im Pilotprojekt von 2022.
Für EY GDS ist die Geschäftsauswirkung erheblich. Die klassische Einstellung und Schulung von ServiceNow dauern etliche Monate. ALPS-Absolventen haben die Zertifizierung bereits abgeschlossen oder stehen kurz davor und verfügen über zwei Jahre Plattformerfahrung und etablierte Mentorenbeziehungen.
Für Studierende ist die Transformation weitreichend. Viele stammen aus Hintergründen, in denen internationale Technologiekarrieren als fern oder kaum erreichbar erschienen. Erstklassige Schulungen, anerkannte Zertifizierungen und Jobgarantien bei einem globalen Unternehmen verändern ihre Perspektive grundlegend.
Ausblick: ein replizierbares Modell
Die Partnerschaft zwischen EY GDS und ServiceNow-CIT-U zeigt, wie Institutionen, Plattformen und Branchen zusammenarbeiten können, um den Fachkräftemangel zu beheben. Der frühzeitige Start und die Bereitstellung strukturierter, progressiver Kompetenzentwicklung schafft eine nachhaltige Pipeline, von der alle Parteien profitieren.
„Wir stellen nicht nur Absolventen ein“, erklärt Colobong, „sondern entwickeln Talente auch von Grund auf gemeinsam, um sicherzustellen, dass sie vom ersten Tag an über Zertifizierungen, Mentoring und praktische Erfahrungen verfügen. Dieses Modell funktioniert und ist skalierbar.“
Die Stärke des Frameworks liegt in seiner Struktur: definierte Rollen, klare Metriken, dokumentierte Prozesse. Mit seiner Skalierung bietet es einen Blueprint für die Entwicklung von Arbeitskräften im digitalen Zeitalter und zeigt, wie sich Schwellenländer durch hochwertige Entwicklung von IT-Fachkräften einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.