Aus der Lehre zur Karriere: Die ServiceNow-Zertifizierung transformiert die Ergebnisse der Studierenden
Als die Stephen F. Austin State University (SFA) 2024 dem akademischen Partnerprogramm von ServiceNow beitrat, stand der Studienzweig der Informatik vor einer bekannten Herausforderung: Praktikanten des Partnerunternehmens Provalus, einer Abteilung von Optomi Professional Services, verbrachten ein ganzes Semester mit der ServiceNow-Zertifizierung, bevor sie einen sinnvollen Beitrag zu Projekten leisten konnten. Durch die direkte Einbindung des ServiceNow-Lehrplans in die Kursarbeit konnte die SFA diese Schulungslücke beseitigen und die Berufsvorbereitung der Studierenden grundlegend verändern. Fast alle der 19 Studenten im ersten Kurs sicherten sich Praktika.
Die Herausforderung: Schließen der Zertifizierungslücke
SFA, das neueste Mitglied des University of Texas-Systems, ist eine Universität mit etwa 10.500 Studenten im Osten des Bundesstaats Texas. Der Fachbereich Informatik hatte eine starke öffentlich-private Partnerschaft mit Provalus aufgebaut, einem Technologiedienstleister, der regelmäßig SFA-Praktikanten einstellte. Doch es gab ein Problem: Die Studierenden hatten keine ServiceNow-Kompetenzen.
„In der Regel brauchten Studierende bei Provalus ein ganzes Semester, um eine Zertifizierung in ServiceNow zu erwerben“, erklärt Matthew A. Beauregard, Ph.D., Associate Dean for Faculty and Administration am College of Sciences & Mathematics und Professor am Department of Informatics. „Ohne die Zertifizierung waren die Arbeitsmöglichkeiten der Studierenden bei ihren Praktika eingeschränkt.“
Die Folgen zogen sich durch das gesamte Programm. Die Studierenden verbrachten wertvolle Praktikumszeit mit Schulungen, anstatt praktische Erfahrungen zu sammeln. Provalus investierte erhebliche Ressourcen in das Onboarding der Praktikanten. Und Studierende ohne Provalus-Praktika hatten überhaupt keinen Zugang zu ServiceNow-Schulungen, was zu Ungleichheiten bei der Berufsvorbereitung führte.
Der Fachbereich erkannte, dass Cloud-Computing-Fähigkeiten (AWS, Azure oder ServiceNow) für alle Informatikabsolventen unverzichtbar waren. Doch es war nicht einfach, für diese Plattformen gute Schulungen anzubieten: Es waren qualifizierte Dozenten und aktuelle Lehrpläne nötig. Die Schulungen mussten zu anerkannten Abschlüssen führen.
Die Lösung: Zertifizierung in den Lehrplan einbetten
Im Sommer 2024 startete die SFA ihren ersten ServiceNow-Kurs als Teil des Lehrplans im Fachbereich Informatik. Anstatt die Zertifizierung als etwas zu behandeln, das die Studenten selbständig verfolgen müssen, integrierte die Abteilung den Lehrplan der ServiceNow University direkt in einen Kurs, in dem entsprechende Nachweise erworben werden konnten.
Das Modell unterscheidet sich grundlegend von anderen Online-Plattformen. „ServiceNow gestattet nur qualifizierten Dozenten, am Institut die Lerninhalte zu vermitteln“, erklärt Dr. Beauregard. „Darin liegt der Unterschied zu AWS oder Coursera, weil dort ungeprüfte Dozenten tätig sind, die sich nicht unbedingt unserer Mission für die Studenten verpflichtet fühlen. ServiceNow bietet Dozenten Schulungen an und möchte mit dem Institut partnerschaftlich zusammenarbeiten.“
Der Kurs wird Studierenden angeboten, wenn sie die erforderlichen Informatikkurse abgeschlossen haben. In der Regel ist dies im zweiten Jahr der Fall. Die Studierenden durchlaufen den offiziellen Lehrplan von ServiceNow unter der Anleitung von Lehrkräften, die von ServiceNow ausgebildet und zertifiziert wurden. Dies gewährleistet eine hohe Qualität des Unterrichts und richtet ihn auf die Universitätsstandards aus.
Die intensive, anwendungsorientierte Kursarbeit führt direkt zur ServiceNow-Zertifizierung in Cloud-Computing. Wenn Studierende ein Praktikum bei Provalus antreten, können sie daher direkt sinnvolle Arbeit leisten. Alle anderen Studierenden erhalten dadurch einen fairen Zugang zu wertvollen Cloud-Computing-Fähigkeiten und branchenweit anerkannten Qualifikationen.
Ergebnisse: Rundum Erfolg bei der Praktikumsplatzsuche und Berufsvorbereitung
Im Sommer 2024 nahmen 19 Studenten am ersten Kurs teil. 11 von ihnen haben die ServiceNow-Zertifizierung für Cloud-Computing erworben und fast alle 19 konnten sich ein Praktikum sichern.
„Ihr Erfolg steht in direktem Zusammenhang mit der Fähigkeit, eine Branchenzertifizierung nachzuweisen“, bemerkt Dr. Beauregard. Die Ergebnisse sind eindeutig: Studierende, die ServiceNow-Schulungen absolvieren, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt.
Die Auswirkungen auf Provalus-Praktika waren sofort spürbar. Vorher verbrachten Praktikanten ihr erstes Semester mit Schulungen. Jetzt können zertifizierte Studierende vom ersten Tag an einen Beitrag leisten, ihren Arbeitsbereich ausweiten und sich beruflich weiterentwickeln. Mehrere Studierende sind direkt vom Praktikum zu einer festen Beschäftigung bei Provalus gewechselt.
Die Zeitersparnis ist für Studierende und Arbeitgeber wichtig. „Der Kurs hat für Praktikanten die Einarbeitungszeit in der ServiceNow-Umgebung um ein Semester verkürzt“, erläutert Dr. Beauregard. „Weil die Fähigkeiten nachweisbar sind (Zertifizierungen sind möglich), erkennen Arbeitgeber, dass sie weniger Zeit für das Onboarding eines neuen Mitarbeiters aufwenden müssen.“
Doch die Auswirkungen betreffen nicht nur die unmittelbare Jobsuche. Die Studierenden sprechen sich mehrheitlich für diese Art von Branchenzertifizierung aus. „Bei den Evaluierungen durch Studierende spricht sich eine überwältigende Mehrheit für Nachweise und Unterrichtsthemen aus, die zu einer Branchenzertifizierung führen“, erklärt Dr. Beauregard. „Daher wird am Fachbereich nach weiteren Möglichkeiten gesucht, Zertifizierungen in den Lehrplan einzubinden.“
Eine andere Form der Partnerschaft
Was ServiceNow als akademischen Partner auszeichnet, ist laut SFA die Qualität der Zusammenarbeit. „Bei ServiceNow erhalten Sie tatsächlich Hilfe“, betont Dr. Beauregard. „Sie reagieren dort auf E-Mails und sind bereit, Anrufe oder Telefonate auf Teams anzunehmen. Sie wollen Service für Menschen erbringen und nicht nur Gewinne erzielen. Sie möchten sowohl Dozenten als auch Studierende schulen und die bestehenden Frameworks für die Weiterbildung und Zertifizierung ausbauen.“
Diese praktische Unterstützung ist wichtig für regionale Universitäten mit knappen Ressourcen. ServiceNow bietet Schulungen für Kursleiter, Lehrplanmaterialien und schnellen technischen Support. So können Institutionen wie die SFA erstklassige Schulungen ohne massive Infrastrukturinvestitionen anbieten.
Der Fachbereich wählt die Zertifizierungen für die Studierenden sorgfältig aus. „Nicht alle Zertifizierungen sind gleich“, warnt Dr. Beauregard. „Wir ermutigen Studenten zu Zertifizierungen in ServiceNow und einigen anderen Technologieplattformen.“
Blick in die Zukunft: Skalieren des Modells
Die zweite Kohorte beginnt im Sommer 2025, und der Fachbereich plant bereits eine Ausweitung. Das Bachelor-Programm für das Informatikstudium, das derzeit vollständig überarbeitet wird, soll das Hauptziel für den integrierten Lehrplan von ServiceNow sein.
„Das Informatik-Programm wird im nächsten Jahr überarbeitet“, erklärt Dr. Beauregard. „Möglichkeiten zur Zertifizierung innerhalb des Lehrplans sind dabei ein wichtiger Bestandteil.“ Ob ServiceNow zum Pflichtprogramm in den Computerwissenschaften und bei Computerinformationssystem-Programmen wird, ist noch Gegenstand der Diskussion, aber die Abteilung erwartet, dass es für Informatik-Studierende der Fall sein wird.
Die Vision des Fachbereichs betrifft aber nicht nur einen Kurs. Im Rahmen der Überprüfung des bestehenden Lehrplans wird untersucht, wie zusätzliche Branchenzertifizierungen integriert werden können, um einen klaren Weg vom ersten Jahr bis zum Abschluss anzubieten. Das Ziel: Jeder Absolvent soll einen Abschluss und nachweisbare Fähigkeiten haben, die von Arbeitgebern anerkannt werden.
Ein neues Framework für die Hochschulbildung
Die Erfahrungen der SFA mit ServiceNow spiegeln umfassendere Veränderungen in der Vorbereitung von Studenten auf eine technologische Karriere wider. „Wir wollen die Studenten so fördern, dass sie die Anforderungen einer sich verändernden Welt erfüllen“, erklärt Dr. Beauregard. „Dazu gehört auch die Entwicklung eines neuen Frameworks für die Hochschulbildung, das Zertifizierungen, Branchenpartnerschaften, geprüfte und relevante Lehrpläne umfasst.“
Das Modell funktioniert, weil dabei drei wichtige Elemente zusammenkommen: die akademischen Standards der Universität, branchenweit anerkannte Ausbildungsnachweise und Arbeitgeberanforderungen. Studierende können sich die Nachweise auf ihren Abschluss an der Hochschule anrechnen lassen und erwerben gleichzeitig Zertifizierungen, die ihre Karriere voranbringen. Das Institut sorgt für die Qualitätskontrolle durch geschulte Lehrkräfte. Und die Arbeitgeber erhalten einsatzbereite Absolventen mit kurzer Einarbeitung.
„Ein Abschluss und eine Zertifizierung sind ein starker Beweis für die Berufsbereitschaft“, fasst Dr. Beauregard zusammen. „Ein Hochschulstudium sollte Studierende bei entsprechenden Zertifizierungen unterstützen, die das Studium und seine Inhalte ergänzen.“
Für regionale Volluniversitäten in Gebieten wie Osttexas bietet dieser Ansatz ein klares Wertversprechen: Bildung, die direkt in Beschäftigung und berufliche Weiterentwicklung mündet. Die Erfahrung der SFA zeigt, dass mit der richtigen Branchenpartnerschaft auch kleinere Institute ihren Studierenden transformative Ergebnisse bieten können.