Einbetten praktischer Kompetenzen in den Lehrplan
Die ServiceNow Academy bietet zwei unterschiedliche Programmpfade: einen auf Master-Ebene und einen für Bachelor-Studenten. Beide sind darauf ausgelegt, die Lerninhalte der ServiceNow University in die zentralen Studieninhalte zu integrieren, anstatt sie als Zusatzprogramm zu behandeln. Der Lehrplan kombiniert praktische Übungen, Kursarbeit sowie die Vorbereitung auf die ITIL-Zertifizierung und bietet Studierenden, die die Kriterien erfüllen, kostenlose Zertifizierungsgutscheine.
Master-Lernpfad: Digitale Behörden
Master-Studierende, die sich auf digitale Behörden spezialisieren, können am Kurs „Verwaltung von E-Government-Projekten“ teilnehmen, den ServiceNow als praktische Grundlage verwendet, um Digitalisierungslösungen im Behörden-, IT- und Geschäftssektor zu vermitteln. Der Lehrplan basiert direkt auf den Inhalten der ServiceNow University und führt Studierende durch „Willkommen bei ServiceNow“, „Grundlagen der ServiceNow-Verwaltung“ und „ITSM-Grundlagen (IT Service Management)“.
Dieser integrierte Ansatz, der theoretische Grundlagen mit praktischen, stark gefragten technischen Inhalten kombiniert, ist ein integraler Bestandteil des Abschlusses. Studierende bauen eine solide Grundlage aus geschäftlichen und technologischen Kompetenzen auf, die am Ende in der ServiceNow-Zertifizierung gipfeln.
Vasilescu Mihai-Alexandru, ein Student im Programm, beschreibt, was dieses Studienerlebnis von anderen unterscheidet: „Die ServiceNow Academy bietet eine umfassende und wertvolle Lernerfahrung für alle, die ihre Fähigkeiten auf der Plattform verbessern möchten. Der gut strukturierte Lehrplan deckt eine Vielzahl von Kompetenzniveaus ab: von Anfängern bis hin zu fortgeschrittenen Anwendern. Ich habe Übungen absolviert, die den Aufgaben in den Projekten entsprechen, an denen ich bei der Arbeit beteiligt bin. Letztendlich habe ich die Prüfung zum Certified System Administrator (CSA) bestanden und meine Zertifizierung erworben.“
Bachelor-Lernpfad: Computernetzwerke
Bachelor-Studierende können über den Kurs „Computernetzwerke“ auf ServiceNow zugreifen, der Netzwerkgrundlagen (Router, Switches, Server) abdeckt und auch den Kurs „ITOM-Grundlagen (IT Operations Management)“ beinhaltet. In praktischen Übungen lernen Studierende, mit ITOM Geräte in einem Netzwerk automatisch zu erkennen und zu verwalten und Probleme zu identifizieren. So verbindet der Lernpfad die Kursarbeit direkt mit den Tools, die tatsächlich in Unternehmen eingesetzt werden.
Das Programm bietet auch optionale ServiceNow-Kurse über den Sommer an, die jeweils ein bis zwei Monate dauern. Diese Kurse können die obligatorische dreimonatige Praxisanforderung ersetzen – so erhalten Studierende eine flexible, hochwertige Möglichkeit, ihre Qualifikationen zu erwerben und gleichzeitig die Voraussetzungen für ihren Abschluss zu erfüllen.
KI im Mittelpunkt
Die ServiceNow Academy hat sich mit der Plattform selbst weiterentwickelt: Die Kurse umfassen heute KI-Elemente, darunter Flow Designer und Automatisierungs-Workflows, die die steigende Nachfrage nach ServiceNow-Experten mit KI-Kompetenz in modernen Unternehmen widerspiegeln.
Der KI-Fokus des Programms erstreckt sich auch auf die Forschung. Ein aktives Masterarbeit-Projekt umfasst die Entwicklung einer KI-Lösung, die automatisch Kommentare für nicht kommentierten JavaScript-Code in ServiceNow-Umgebungen generiert. Damit wird ein echtes Problem von Branchenpartnern behoben, die häufig alten Code ohne Dokumentation übernehmen müssen.
Vom Kursraum zur Karriere
Beide Lernpfade schaffen Absolventen, die zertifiziert sind, souverän arbeiten und ab dem ersten Tag einen Beitrag leisten können. Seit der Einführung der ServiceNow Academy wurden insgesamt 40 Studierende in Branchenrollen eingestellt, wobei Absolventen nun in Rumänien, Deutschland und Österreich tätig sind. Und das ist Arbeitgebern aufgefallen – die in einigen Fällen ihre Standards daran angepasst haben: Deloitte verlangt heute die Zertifizierung als Certified System Administrator für Mitarbeiter, die mit ServiceNow arbeiten. Das zeigt, wie breit diese Qualifikation anerkannt ist.
Zu den Partnern, die Absolventen einstellen, gehören Deloitte, ITSM Group, OMV, LSEG, NTT Data Rumänien, BCR Bank, NXP, Schwarz IT und andere. Diese kommen aus den verschiedensten Branchen: Finanzdienstleistungen, Energie, Technologie und Consulting. Die vielfältigen Branchen spiegeln eine einfache Tatsache wider, die Dr. Popescu beobachtet hat: Unternehmen bevorzugen es zunehmend, interne ServiceNow-Expertise aufzubauen, anstatt sich auf externe Beratung zu verlassen. Entsprechend werden geschulte Spezialisten mit verifizierten Qualifikationen heute beim Recruiting priorisiert.
Mihai-Valeriu Vilveacu, der seine CSA-Zertifizierung durch das Programm erworben hat und später als ServiceNow-Entwickler eingestellt wurde, lobt die praktische Struktur des Lehrplans: „Eine große Stärke des Kurses waren die praktischen Übungssitzungen. In diesen Übungen konnte ich das theoretische Wissen in einer kontrollierten Umgebung anwenden, die realen ServiceNow-Szenarien entsprach. Diese praktische Erfahrung war entscheidend, um mein Verständnis der Plattform zu verbessern und mich auf die Zertifizierungsprüfung vorzubereiten.“
Bereitgestellt durch die ServiceNow University
Der Lehrplan der ServiceNow Academy basiert auf der ServiceNow University und bietet Teilnehmern rollenbasierte Schulungen, Zertifizierungsvorbereitung und kostenlose On-Demand-Inhalte. Indem die Kursarbeit der ServiceNow University direkt in Studienprogramme integriert wird, stellt die polytechnische Universität Bukarest sicher, dass Studierende dieselben Schulungen erhalten, die auch Fachleute weltweit verwenden – validiert über dasselbe Zertifizierungsframework, auf das globale Arbeitgeber vertrauen.
Dieses Partnerschaftsmodell – bei dem akademische Sorgfalt und Branchenqualifikationen einander verstärken – ist das, was die ServiceNow Academy so einzigartig macht. Studierende bereiten sich nicht isoliert auf eine Zertifizierung vor, sondern erwerben entsprechende Qualifikationen im Rahmen eines strukturierten akademischen Lernpfads.
Blick in die Zukunft
Die ServiceNow Academy wird an mehreren Fronten erweitert: So wird beispielsweise eine neue Website entwickelt, um die Kursangebote und die Lernumgebung des Programms zu präsentieren. Die Academy erweitert außerdem ihre Reichweite durch eine universitätsübergreifende Zusammenarbeit mit IBM Business Process Consultant-Spezialisten – einem englischsprachigen Master-Programm –, um mehr Studierende für ServiceNow-Schulungen zu gewinnen.
Zu den ambitioniertesten Planungsinitiativen gehört ein Wettbewerb für Automatisierungsprojekte der rumänischen Regierung, der als Livestream gezeigt wird. Es sind Preisgelder von insgesamt 2.000 Euro ausgeschrieben. Das Event, das Dr. Popescu 2026 gemeinsam mit ServiceNow veranstalten will, soll in sozialen Medien übertragen werden – mit Beteiligung von Ministeriumsvertretern und fachkundigen Juroren. Das Format soll zeigen, was Studierende mit der ServiceNow AI Platform aufbauen können, und könnte als Beispiel für andere Universitäten dienen.
Dank des anhaltenden Engagements ihrer Gründungspartner – der nationalen Universität für Wissenschaft und Technologie POLITEHNICA Bukarest, ServiceNow und iTSM Trusted Quality srl / iTSM Group – ist die ServiceNow Academy auf dem besten Weg, sich zur führenden Anlaufstelle für die ServiceNow-Weiterbildung und -Umschulung in Rumänien und anderen Ländern zu entwickeln.
Fazit
Indem die Inhalte der ServiceNow University direkt in die Studiengänge integriert und an die laufende Weiterentwicklung der ServiceNow AI Platform angepasst werden, hat die polytechnische Universität Bukarest ein Modell für die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Branchen geschaffen, das in großem Umfang zertifizierte Absolventen hervorbringt, die für den Arbeitsmarkt bereit sind. 40 Vermittlungen, mehr als acht Partner, die Absolventen einstellen, und Studierende, die Arbeitsplätze in drei Ländern erhalten haben – die ServiceNow Academy zeigt: Wenn Universitäten und Technologieplattformen gemeinsam Lehrpläne entwickeln, profitieren davon sowohl die Studierenden als auch die Arbeitgeber, die darauf warten, sie einzustellen.